Vortragsreihe „Politische Bildung“

Liebe Studierende,

wir möchten euch auf einen Vortrag zu „Politischer Krise und regressiver Kollektivität in Europa“ der Initiative für Gesellschaftskritik am 16. März hinweisen, den der AStA im Rahmen seiner Projektförderung unterstützt. Die Initiative für Gesellschaftskritik(ifgdortmund.wordpress.com) ist ein Zusammenschluss von Studierenden der Fachhochschule sowie Einzelpersonen, welcher Vorträge, Seminare und Diskussionenveranstaltungen zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen organisiert.

Hier könnt ihr den Ankündigungstext lesen:

Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa – Vortrag und Diskussion mit Daniel Keil

Am 14. April wollen Neonazis aus ganz Europa in Dortmund unter dem Motto ‚Europa Erwache‘ demonstrieren. Die Initiative für Gesellschaftskritik veranstaltet aus diesem Anlass Vorträge, um sich mit dem Themenkomplex Europa auseinanderzusetzen und zu diskutieren, wieso rechte Bewegungen sich derzeit Europa als ideologische Projektionsfläche ausgesucht haben und welche Rolle der völkische Rollback in vielen europäischen Ländern dabei spielt.

Viele Analysen neurechter und völkischer Bewegungen sind fokussiert auf die jeweilige nationale Entwicklung, was sich zunächst auch erklärt aus dem Gegenstand des Nationalismus. Bei einem zweiten Blick allerdings muss die europäische Dimension in doppelter Weise in eine Analyse eingebunden werden. Erstens im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang der Artikulation der globalen Wirtschaftskrise in und durch die Europäische Union und ihre Spezifika, ohne die auch der Zusammenhang der Krise mit dem Erstarken rechter Bewegungen im Dunkeln bleibt. Hierunter zählt auch, dass im Zuge der Krise es zu einer Reorganisation des Konservatismus kommt. Zweitens in einem darin artikulierten rechten Projekt Europa, das tatsächlich eine pan-europäische Dimension hat, die sich wiederum einerseits historisch tradiert – auch im historischen Faschismus und Nationalsozialismus finden sich spezifische pan-europäische Momente – andererseits gerade in der Feindbestimmung die Materialität der EU-Ebene reflektiert. Der Vortrag versucht, diese Dimensionen aus einer Krisenanalyse heraus herauszuarbeiten, um eine erweiterte Perspektive auf gefährliche gesellschaftliche Tendenzen und auf emanzipatorische Handlungsoptionen zu ermöglichen.

Dr. Daniel Keil ist Gesellschaftswissenschaftler, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Arbeitskreis Kritische Europaforschung.

16. März 2018 | 19 Uhr | Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum F212

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/204666853602405/

 

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