GEZ/Rundfunkbeitrags-Befreiung

Ab 01.01.2013 wird die GEZ in „ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice“ umbenannt. Neben dem neuen Namen gibt es auch ein überarbeitetes Gebührensystem!

 

Bisher (bis zum 31.12.2012)

musste jede volljährige Person GEZ-Gebühren zahlen.

Ausnahmen:
– Die Person ist BAföG-Empfänger (Studenten ohne BAföG sind NICHT befreit)
– Die Person besitzt kein Radio, TV, PC, Laptop, Smartphone …

Wieviel zahlen?

Wer nur ein Smartphone, Radio oder PC (also keinen TV) besitzt, musste bisher monatlich 5,76 Euro zahlen.
Besaß man einen Fernseher, so zahlte man 17,98 Euro/Monat. (Radio, PC, Smartphone sind dann mit eingeschlossen).

 

Ab dem 1.1.2013

muss jeder Haushalt gemeinschaftlich GEZ-Gebühr (ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitrag) zahlen.
Hierbei ist es egal ob du alleine, in einer 2er WG oder in einer 10er WG wohnst und ob du 2, 3, 15 oder sogar gar keine Geräte besitzt.

Ausnahmen:
Die Person ist BAföG-Empfänger (Studenten ohne BAföG sind NICHT befreit)

Wieviel zahlen?

Jeder Haushalt zahlt 17,98 Euro/Monat. Hierbei spielt es keine Rolle, ob du oder deine alte WG nur ein altes Küchenradio besitzt oder 10 Computer und 15 Fernseher. Auch wer kein Gerät wie Radio oder TV besitzt muss ab dem 01.01.2013 zahlen.

Was ist ein Haushalt?

Die GEZ definiert Wohnung wie folgt:
„Eine Wohnung ist eine ortsfeste baulich abgeschlossene Einheit, die zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist oder genutzt wird, einen eigenen Eingang hat und nicht ausschließlich über eine andere Wohnung begehbar ist.“

Wie werden Studentenwohnheim behandelt?

Einzelapartmens und Doppelapartments sind als „Haushalt“ zu sehen.

Eine Wohngemeinschaft die sich eine Küche und Bad in einer Etage teilt und über einen abschließbaren Flur verfügt könnte theoretisch als Haushalt gelten. Hier wird es allerdings Definitions- und Abgrenzungsprobleme geben. Hier ist im Zweifelsfall die kommende Rechtssprechung abzuwarten.

Tipps:

Solltest du in einer WG wohnen, so solltest du überprüfen ob ihr möglicherweise mit mehreren Leuten den Beitrag zahlt. Die GEZ wird euch wahrscheinlich nicht aktiv darauf hinweisen, dass ihr zuviel bezahlt.

Solltest du aktuell noch keine oder nur eine ermäßigte GEZ-Gebühren zahlen, so solltest du deine Beiträge anpassen um eine Nachzahlung zu vermeiden.

Solltest du keine Angst vor Formularen haben, dann lass dich von der Beitragspflicht befreien indem du BAföG beantragst.

Vorbehalt:

Inzwischen sind einige Klagen gegen den neuen Rundfunkbeitrag anhängig. Deswegen ist es bei einer Zahlungspflicht ratsam, den Beitrag unter Vorbehalt zu zahlen.

Es gibt dazu einen Musterbrief, den man per Einschreiben mit Rückschein an die GEZ schicken sollte. Falls dann später irgendein Gericht die Gebühr für verfassungs-/gesetzeswidrig erklären sollte, kann man damit die Rückerstattung der Beiträge verlangen.

Ohne Zahlung unter Vorbehalt müsste man ansonsten später gegen die GEZ klagen, was weitaus schwieriger und komplizierter ist. Hier stehen genauere Infos und den Musterbrief gibt es hier auch:
-> http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfu…brief-vorbehalt

 

Quellen:

http://www.rundfunkbeitrag.de/

http://www.studentenwerkbielefeld.de/index.php?id=392