Wie ungesund ist Schlafmangel?

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    • Wie ungesund ist Schlafmangel?

      Unispiegel berichtet:

      Die Hausarbeit wurde einfach nicht fertig, die Party war zu gut: Studenten machen immer wieder mal Nächte durch. Wie ungesund ist Schlafmangel wirklich, und ab welcher Dosis Schlummerentzug wird es kritisch? Schlafforscher-Hinweise für unausgeschlafene Uni-Besucher.

      Wie lang kann der menschliche Körper tatsächlich mit Schlafmangel umgehen? Ein Schlafforscher weiß Rat:

      Die erste Nacht schlecht geschlafen:

      Gute Nachrichten für Gelegenheits-Feierer - eine unruhige Nacht kann sich sogar positiv auswirken. "Nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf ist man am nächsten Morgen nicht müder, sondern wacher und fitter", sagt Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Psychiatrischen Universitätsklinik Regensburg.
      Mündliche Prüfungen können sogar besser laufen: Bei Schlafmangel drehen manche erst richtig auf. Vermeiden sollte man jedoch lange schriftliche Prüfungen oder gar langweilige Seminarvorträge. Sobald es monoton wird, kommt schlagartig die Müdigkeit zurück. Nach zwei Erholungsnächten ist alles wieder beim Alten.

      Ein paar Nächte durchgemacht:

      Wer seinem Körper länger keinen Ruhe gönnt, schindet ihn wesentlich mehr, dann ist auch von mündlichen Prüfungen abzuraten. Das Gedächtnis leidet, die einfachsten Dinge fallen einem nicht mehr ein. Auch die Aufmerksamkeit lässt nach: Kaum wird es monoton, droht der Körper eigenmächtig wegzuschlummern. Gelassene Studenten werden reizbar und Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind nicht mehr möglich.
      Nach einer Woche mit wenig Schlaf verschlimmert sich der Zustand weiter. Dann drohen Hektik und Nervosität. Doch keine Angst: "Selbst eine Woche schlechter Schlaf lassen sich an einem Wochenende größtenteils kompensieren", sagt Zulley.

      Mehrere Wochen zu spät ins Bett:


      Nicht immer ist Feierwut der Grund für zu wenig Schlaf. Vielmehr können auch durchgearbeitete Nächte dahinter stecken, wenn der Termin der Abschlussarbeit näher rückt oder der Lebensunterhalt in der Bar nebenan verdient werden muss. Die Folge: chronischer Schlafmangel. Wird zu wenig Schlaf zum Dauerzustand, drohen unangenehme Einschränkungen, die Leistungsfähigkeit leidet. Langzeitdurchmacher drohen an Frühdiabetes zu erkranken, ihr Immunsystem wird schwächer, sie leiden etwa dreimal häufiger unter Schnupfen. Hinzu kommt ein hohes Depressionsrisiko - und ist die Depression erst da, verschlechtert sich die Aussicht auf Schlaf weiter.
      Wer über Wochen zu weit gegangen ist, sollte sich unbedingt hinlegen. Denn schon eine lange, geruhsame Nacht verbessert das Körpergefühl wieder. Um die Akkus wieder ganz aufzuladen, braucht es allerdings zwei bis drei Wochen guten Schlaf.


      Und wie sieht die ideale Bettruhe aus? Dafür gebe es kein Patentrezept, sagt Zulley. "Es gibt riesige Unterschiede." Im Durchschnitt schläft der Deutsche laut einer Studie der Universität Regensburg knapp sieben Stunden, fünf oder neun Stunden Schlaf sind aber auch vollkommen normal.

      Entscheidend ist das Körpergefühl am nächsten Tag: Wer sich fit fühlt und aufgeweckt durch den Tag kommt, hat genau richtig geschlafen. Länger im Bett bleiben als nötig, bringt übrigens keine weiteren Vorteile. Eine Ausrede, bis nachmittags mit den Kissen zu kuscheln, bietet die Schlafmedizin also nicht - leider!

      Den ganzen Artikel findet ihr unter: [url=http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,749923,00.html]http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,749923,00.html[/url]
      Janka Gruschczyk
      AStA-Vorstand

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