Mietbetrug auf Wohnungsbörsen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Mietbetrug auf Wohnungsbörsen

      Spiegel Online berichtet:

      Billiges Wohnen ist ein studentisches Grundbedürfnis. Das nutzen Betrüger auf WG-Portalen im Internet aus: Sie bieten Altbau-Zimmer oder Wohnungen im Szeneviertel zu Spottpreisen an. Wer sich ködern lässt, sieht sein Geld nicht wieder.

      Die Masche: Kaution gegen Schlüssel


      Seit einiger Zeit häufen sich solche Lockangebote im Netz. Die Masche der Betrüger ist immer die gleiche: Sie preisen fiktive Traumwohnungen zu Traumpreisen an und sobald sich Interessenten melden, erzählen sie ihnen meist in gebrochenem Englisch eine erfundene Geschichte, bei der der Interessent am Ende per Treuhandservice der Western Union die Kaution überwiesen soll und dann den Wohnungsschlüssel für eine Besichtigung völlig unverbindlich zugeschickt bekäme. Sollte die Wohnung nicht gefallen, könne der Interessent den Schlüssel zurückschicken und erhalte die Kaution zurück.

      Das Angebot klingt zwar nach einem für beide Seiten sicheren Prozedere, doch die Western Union bietet gar keinen Treuhandservice an! Wer hier sein Geld überweist, sieht es nie wieder!

      Die Kriminellen sind vor allem auf den großen Immobilienportalen aktiv, aber zunehmend auch auf Mitwohnbörsen wie WG-Gesucht oder Studenten-WG. Annegret Mülbaier von WG-Gesucht spricht zwar von einem Anteil betrügerischer Annoncen "im Promillebereich". Bei knapp 8000 neuen Anzeigen pro Tag heißt das: Rein rechnerisch sind jeden Tag mehrere Abzockangebote dabei.

      Auch sind in den WG-Börsen hauptsächlich junge Leute unterwegs - viele von ihnen suchen zum ersten Mal nach einer Bleibe. Wer von zuhause auszieht oder als Austauschstudent nach Deutschland kommt, kann nicht unbedingt einschätzen, wann ein Angebot dubios billig ist, und weiß möglicherweise auch nicht, dass Vorkasse unüblich ist.Lockangebote vor allem in großen Städten

      "Es gibt in Deutschland kein seriöses Vermietgeschäft, ohne dass man zuvor einen Vermieter oder Makler getroffen hat und es eine Besichtigung gab", warnt Wolfgang Baldes von der Kölner Polizei. Die Ermittler registrieren auch am Rhein "einige solcher Fälle". Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Betrugsdezernate sie nicht gesondert registrieren. Auch sind die Täter schwer zu fassen, meistens sitzen sie im Ausland.

      "Dann sollten die Alarmglocken läuten"

      Die Betreiber der Wohnbörsen versuchen, ihre Nutzer zu schützen. Auf den Seiten von Studenten-WG und WG-Gesucht werden Sicherheitshinweise in verschiedenen Sprachen eingeblendet. Auch werden die Zimmersuchenden aufgefordert, verdächtige Anzeigen zu melden. "Es haben sich schon einige Nutzer beschwert, weil sie der Sicherheitshinweis vor der Nachricht bei der Nutzung gestört hat", sagt Mülbaier von WG-Gesucht. "Trotzdem blenden wir ihn immer wieder ein, um die Community wach zu halten."

      Gleichzeitig setzen die Betreiber Software ein, die typische Muster betrügerischer Anzeigen identifiziert, und filtern zusätzlich auch manuell. "Wenn dennoch etwas durchrutscht, erhalten wir in der Regel schnell einen Hinweis von unseren Nutzern", berichtet Thomas Winkler, Geschäftsführer von Studenten-WG.
      Wenn ihnen eine Anzeige suspekt erscheint, löschen die Portale das Angebot und sperren das Benutzerkonto. Doch sie können nicht verhindern, dass sich die Kriminellen mit einer anderen E-Mail-Adresse erneut anmelden - oder potentielle Opfer direkt anschreiben: "Vereinzelt kontaktieren Betrüger auch Inserenten von Suchanzeigen und bieten Ihnen günstigen Wohnraum an", sagt Winkler. In solchen Fällen gelte ebenfalls: "Wenn der vermeintliche Vermieter in Deutschland eine Wohnung anbietet, kein Deutsch spricht und sich im Ausland aufhält, dann sollten die Alarmglocken läuten."


      Den gesamten Artikel findet ihr hier:
      http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,743595,00.html
      Janka Gruschczyk
      AStA-Vorstand

      AStA - Allgemeiner Studierendenausschuss
      Fachhochschule Dortmund / University of Applied Sciences and Arts
      Emil-Figge-Str. 42 | 44227 Dortmund
      Telefon / Fax: 02 31 - 755 6700 / 6701