Dortmunder ASten fordern weiterreichende BAföG Reform

Der AStA der Technischen Universität Dortmund und der AStA der Fachhochschule Dortmund begrüßen den Vorstoß der Bundesbildungsministerin Karliczek über eine Erhöhung des BAföG-Satzes.

Es ist uns jedoch nicht verständlich, warum diese dringend benötigte Anpassung an die Lebensrealität der Studierenden sich in mehreren Phasen bis zum Jahr 2020 hinziehen soll. Daher fordern wir eine zeitnahe Umsetzung zum Sommersemester 2019, um die Studierenden zu entlasten. Weiterhin bleibt zu beobachten, ob diese Maßnahmen weitreichend genug sind. Von der im Koalitionsvertrag angekündigten Trendwende kann unserer Ansicht nach keine Rede sein, vielmehr handelt es sich um eine kurzfristige Maßnahme.

TU Dortmund AStA-Sprecherin Hannah Rosenbaum betont: „Eine wirklich nachhaltige Entwicklung des BAföG erfordert eine regelmäßige automatische Anpassung des BAföG-Betrages, die aktuelle Lösung steht jedoch weiterhin für Stagnation“. Die Erhöhung des bisherigen Mietzuschusses von 250€ auf 325€ wirkt zunächst beträchtlich, jedoch spiegeln bereits die 325€ in den wenigsten Fällen die Realität wider, vor allem da hiervon nicht nur Miete, sondern auch zusätzlich noch Strom und Heizung finanziert werden müssen.

„Die grundsätzliche Erhöhung der BAföG Wohnpauschale ist notwendig, allerdings sind die neuen Zuschüsse vor allem in Großstädten mit steigenden Mietpreisen wie hier in Dortmund ein Tropfen auf den heißen Stein“, so die AStA Sprecherin. Laut ihr müsse weitreichender angesetzt werden, um Wohnraum für Studierende bezahlbar zu machen: „Eine nachhaltige Lösung beinhaltet jedoch unter allen Umständen eine zusätzliche Förderung des Wohnungsbaus, damit Studierende ihre Miete mit dem BAföG decken können und nicht noch neben ihrem Studium arbeiten müssen. Hierfür sind insbesondere die Studierendenwerke finanziell zu stärken, damit diese in der Lage sind, ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“

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